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Datum: 07.02.2019 Autor: Alexander Martens

Endocannabinoid-System (eCB-System)

Das körpereigene Cannabinoid-System, genannt Endocannabinoidsystem (eCB-System) besteht aus den Cannabinoid-Rezeptoren (CB1 und CB2), den Endocannabinoiden sowie den synthetisierenden und abbauenden Enzymen. Das eCB-System fungiert als wichtiger Neuromodulator welches in der Lage ist, die Aktivität anderer Neurotransmittersysteme zu beeinflussen, und dient damit der Erhaltung der Homöostase im gesamten Nervensystem.

CB1-Rezeptoren gehören zu den am häufigsten exprimierten G-Protein-gekoppelten Rezeptoren im menschlichen Gehirn (den Basalganglien, der Substantia nigra, dem Hippocampus, dem Riechkolben, dem Kleinhirn, der Großhirnrinde usw.). In geringerer Zahl finden sie sich auch in verschiedenen peripheren Organen (Nebennieren, Fettzellen, Herz, Milz, Magen, Rückenmark, Lunge, Gastrointestinaltrakt, Mund, Auge, Geschlechtsorgane, Prostata usw.) wieder.

CB2-Rezeptoren werden vorrangig von Zellen des Immunsystems exprimiert, hier insbesondere in hoher Dichte in Makrophagen, CD4+- und CD8+-T-Lymphozyten, B-Lymphozyten, natürlichen Killerzellen, Monozyten und neutrophilen Granulozyten. In geringer Dichte wurde der CB2-Rezeptor im Gehirn (Mikroglia, Stammhirn), Knochen (Osteozyten, Osteoblasten und Osteoklasten) in Organen und Gewebe mit reproduktiver Funktion (z.B. Spermatogonien, Plazenta, Ovarien, Oozyten), den Keratinozyten der Haut usw. nachweisbar. Wie die CB1-Rezeptoren gehören auch sie zu den G-Protein-gekoppelten Rezeptoren. Ihre Aktivierung setzt eine Signalkaskade in Gang (Inhibierung der Adenylatzyklase, intrazelluläre Kalzium-Freisetzung, Hemmung des Kaliumausstroms), die schließlich zu einer Modulation der neuronalen Erregbarkeit führt.

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